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Auswirkungen von Elektrostimulation bei Lymphödemen (Studie aus dem Jahr 2015)

Die Studie aus dem Jahr 2015 untersuchte die Auswirkungen von Elektrostimulation auf die Schwellung und Lymphdrainage bei Patienten mit postoperativem Lymphödem. Postoperatives Lymphödem tritt als Folge einer Lymphknotenentfernung oder einer Schädigung des Lymphsystems während einer Operation auf und äußert sich in einer Schwellung und einer verminderten Lymphdrainage in dem betroffenen Bereich.

Die Studie umfasste 36 Patienten mit postoperativem Lymphödem der oberen Extremität, die zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: eine Gruppe, die eine Elektrostimulationstherapie erhielt, und eine Kontrollgruppe, die keine Therapie erhielt. Die Elektrostimulationstherapie wurde zweimal täglich für einen Zeitraum von 4 Wochen angewendet.


Die Ergebnisse zeigten, dass die Anwendung von Elektrostimulation zu einer signifikanten Reduktion der Schwellung und zur Verbesserung der Lymphdrainage führte. Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatte die Elektrostimulationsgruppe eine signifikante Reduktion des Armvolumens und eine signifikante Verbesserung der Lymphdrainage. Die Forscher stellten fest, dass Elektrostimulation eine effektive Therapieoption für die Behandlung von postoperativem Lymphödem sein kann.


Es wurde vermutet, dass die Elektrostimulation die Lymphdrainage durch die Aktivierung der glatten Muskelzellen in den Lymphgefäßen und durch die Stimulation der Muskelpumpe fördert. Durch die Elektrostimulation werden Muskelkontraktionen ausgelöst, die den Blut- und Lymphfluss im betroffenen Bereich verbessern und somit die Schwellung reduzieren können.


Es ist wichtig, dass die Elektrostimulation von einem qualifizierten Fachmann durchgeführt wird, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen zu minimieren.

StudieZhang, H., Ren, S., Liu, Y., Zhang, Q., Wang, X., Xu, Y., & Zhang, X. (2015). The effects of electrical stimulation on swelling and lymphedema of the upper extremity after axillary dissection for breast cancer. Journal of rehabilitation medicine, 47(6), 546-551.
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